excellence in b2b communication

Fachmesse als Teil der
Kommunikations-Strategie

Wie kommuniziert man eine intelligente Technologie auf einem Messestand?

Ein Bericht von Philipp Löwe

Nach wie vor spielen im B-to-B-Bereich Fachmessen im Kommunikationsmix eine bedeutende Rolle. Der AUMA-Messe Trend 2014* bestätigt, dass ein echter Dialog zwischen den Menschen auch in Zeiten von Online- und Social-Media eine hohe Bedeutung hat.

Die Ausgangssituation
Unser Kunde, die LIST AG aus Arisdorf, Schweiz ist regelmäßig auf den für sie wichtigen Fachmessen mit einem Messestand vertreten. LIST ist die globale Technologieführerin in Dry Processing und fokussiert sich auf Verfahren die ohne Lösungsmittel oder in konzentrierter Phase ablaufen. LIST entwickelt und industrialisiert Lösungen für die Chemie-, Polymer-, Lebensmittel-, und Faserindustrie und setzt damit weltweit neue Standards für fortschrittliche, effiziente und nachhaltige Prozesse.

Nachfolgender Abstract beschreibt den Messeauftritt auf der alle 3 Jahre stattfindenden internationalen Fachmesse "K" in Düsseldorf. "K" ist die Fachmesse für Kunststoffe und Kautschuk und fand 2013 vom 16. – 23.10.2013 statt. Der Messestand der LIST AG war ein 64 m2 großer Eckstand.

Touch, see & feel
Wohl wissentlich, dass die Besucher solcher Fachmessen in der Regel Menschen mit ingenieurwissenschaftlichem und technischem Hintergrund sind, ging es darum, das revolutionäre LIST Dry Processing Verfahren plausibel zu kommunizieren. Löwe & Löwe wurde von Anfang an in die Planung und Ideenfindung für den Messestand eingebunden. Der Themenschwerpunkt für die Messe "K" war LIST Dry Processing Technologie für die Rubber-Industrie. Dazu wurden im Vorfeld auch entsprechende Fachanzeigen mit Messehinweisen entwickelt und in ausgesuchten Fachzeitschriften geschaltet.

Vom Konzept zur Realisierung
*Repräsentative Umfrage November 2013 von TNS Emnid im Auftrag des AUMA
(Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V.)

Bei der Planung für den Messestand haben wir uns auch einer Studie der Universität Nürnberg-Erlangen bedient, die festgestellt hat, dass für 80% der Fachbesucher auf Messen der Messebesuch für sie reines Geschäft bedeutet und das Rahmenprogramm keine Rolle spielt. Der moderne Messebesucher erwartet, dass er durch kompetente Beratung und anschauliche Produktvorstellung (touch, see & feel) gezielt Informationen sammeln kann. Wie aber zeigt man eine neue revolutionäre Technologie bzw. Verfahren auf 64 m2?

Für die Messe "K" 2013 hatte man sich vorgenommen, direkt mit dem Messebesucher in Dialog zu treten. Um eventuelle Hürden abzubauen, sollte der Messestandbesucher quasi im "Vorzimmer" selbst die Möglichkeit haben, sich anonym und interaktiv der Technologie zu nähern.

Dazu wurden drei Touchscreen- Stationen eingeplant, auf denen der Besucher sich spielerisch mit der LIST Technologie auseinandersetzen konnte. Um Hemmschwellen abzubauen, wurde dieser Bereich vom restlichen Messestand optisch getrennt. Mit Hilfe von Textilbögen (Höhe 5,5 m) und Lichttechnik wurde ein begehbarer "Tunnel" gebaut, den man jederzeit problemlos verlassen konnte. Das LIST Beratungsteam hatte aber so jederzeit die Möglichkeit, auf den Besucher zuzugehen.

Der Messestand wurde in der höchstzulässigen Variante gebaut, um eine starke Fernwirkung zu erzielen. Dazu wurde unterhalb der Decke ein LED-Band montiert, das die neue Technologie mit Hilfe einer Laufschrift transportierte. Zusätzlich wurde der zwischenzeitlich, in digitalen Medien, kommunizierte Verfahrensfilm auf zwei Multimedia- Panels in einer Endlosschleife gezeigt. Die LED-Laufschrift erzeugte eine enorme Fernwirkung.

Von den ersten Planungen im Januar bis zum Messestart im Oktober ist ein Stand entstanden, der durch sein aufmerksamkeitsstarkes Design viele Besucher anlocken konnte – auch
ohne ein "greifbares" Produkt auszustellen.

Lichtkonzept Messestand

Fachanzeige mit Messehinweis

Messetag

Eckdaten
Planungszeitraum: 9 Monate
Größe: 64 m2 Eckstand

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